{"id":1151,"date":"2015-11-23T03:10:21","date_gmt":"2015-11-23T02:10:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/?p=1151"},"modified":"2015-11-23T03:10:21","modified_gmt":"2015-11-23T02:10:21","slug":"potosi-sucre-la-paz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/2015\/11\/23\/potosi-sucre-la-paz\/","title":{"rendered":"Potosi, Sucre &#038; La Paz"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400;\">Zugegeben, unsere Vorbereitung auf eine neue Stadt war auch schon aufw\u00e4ndiger als vor der\u00a0Reise nach Potosi, so waren wir dann doch etwas \u00fcberrascht, dass uns beim Erklimmen der steilen Strassen der Stadt\u00a0etwas die Luft wegblieb. Verantwortlich daf\u00fcr war nicht etwa eine wundersch\u00f6ne Stadt &#8211; denn das ist Potosi auf keinen Fall. Ein kurzer Blick auf Wikipedia hat das R\u00e4tsel unserer Atembeschwerden gel\u00f6st; Potosi liegt auf rund 4&#8217;000 Meter \u00fcber Meer und geh\u00f6rt somit zu den h\u00f6chstgelegenen Grossst\u00e4dten der Erde. Die Stadt war fr\u00fcher aufgrund der Silbervorkommnisse f\u00fcr ihren Reichtum bekannt, wovon heute bis auf ein paar eindr\u00fcckliche Bauten jedoch nicht mehr viel \u00fcbrig geblieben ist. Bolivien gilt generell als eines der \u00e4rmsten L\u00e4nder S\u00fcdamerikas und unterscheidet sich deutlich von unseren bisherigen Stationen auf diesem Kontinent. Potosi vermittelt den Eindruck, als sei die Zeit hier seit L\u00e4ngerem stehen geblieben,\u00a0die Leute tragen noch sehr traditionelle Kleider und kaufen ihre Produkte an den Markst\u00e4nden, welche sich \u00fcber einen grossen Teil der Stadt hinwegziehen. Die fehlenden finanziellen Mittel hindern die Einwohner der Stadt allerdings nicht im Geringsten daran, regelm\u00e4ssig zu feiern.<br \/>\nIn der kurzen Zeit, welche wir in Potosi verbrachten, fanden gleich zwei grosse Feste statt. Am ersten Tag kamen wir uns vor wie am Luzerner Fasnachtsumzug, wenngleich auch die Kost\u00fcme etwas schlichter ausgefallen sind. Mit Instrumenten zogen verschiedene Gruppen durch die Strassen Potosis und feierten den Geburtstag der Stadt. Es schien, als ob jede Schulklasse und jeder einzelne Verein der Stadt, ja sogar Polizei und Feuerwehr an diesem Umzug teilnahmen, welcher sich vom Morgen bis zur sp\u00e4ten Abendstunde hinzog. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1164 alignleft\" src=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151109_190112-300x169.jpg\" alt=\"20151109_190112\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151109_190112-300x169.jpg 300w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151109_190112-1024x575.jpg 1024w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151109_190112.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Am Strassenrand kam es dabei teilweise zu tumultartigen Szenen, was jedoch gewisse Frauen nicht davon abhielt, mit ihren Babys mitten im Get\u00fcmmel zu stehen. Wir waren jedenfalls froh, dass wir rund einen Kopf gr\u00f6sser waren als der Durchschnittsb\u00fcrger Potosis und so immer den \u00dcberblick \u00fcber das Geschehen hatten. Am n\u00e4chsten Tag wiederholte sich das Spektakel im etwas kleineren Rahmen und man konnte sich einigermassen normal durch die Stadt bewegen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Nach drei Tagen in Potosi zog es uns weiter nach Sucre, der offiziellen Hauptstadt Boliviens, welche \u00fcbrigens nicht etwa nach dem s\u00fcssen Zucker, sondern nach dem Freiheitsk\u00e4mpfer Antonio Jos\u00e9 de Sucre benannt ist. <a href=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151112_131608.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1165 alignleft\" src=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151112_131608-300x169.jpg\" alt=\"20151112_131608\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151112_131608-300x169.jpg 300w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151112_131608-1024x575.jpg 1024w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151112_131608.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Erstere Variante w\u00fcrde sich allerdings aus mindestens zwei Gr\u00fcnden ebenfalls aufdr\u00e4ngen, pr\u00e4sentiert sich die Stadt doch zu einem Grossteil ganz in weiss und finden sich an jeder Ecke zahlreiche S\u00fcssigkeiten wie Torten und grossartige Schokolade, welche sich in keinster Weise vor der Schweizer Konkurrenz zu verstecken braucht. Wir gingen die Zeit in Sucre sehr gem\u00fctlich an verbrachten die Zeit in erster Linie mit dem Genuss von Kaffe, Fruchts\u00e4ften und Schokolade sowie dem Erkunden der sch\u00f6nen Stadt. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Weit anstrengender und abenteuerlicher war unsere Zeit in La Paz. Es gibt sicherlich zahlreiche Gr\u00fcnde, die Stadt, welche die Regierung Boliviens beherbergt, nicht zu m\u00f6gen. So herrscht in La Paz permanentes Verkehrschaos, was sich entsprechend auf die Luft in der Stadt auswirkt. In die H\u00f6he fahren um frische Luft zu tanken, daf\u00fcr ist die auf rund 3\u2019600 Meter \u00fcber Meer gelegene Stadt definitiv nicht geeignet und auch in Sachen Abfallentsorgung gibt es hier noch Nachholbedarf. Doch abgesehen von diesen kleinen Sch\u00f6nheitsfehlern ist La Paz auch einfach sehr spektakul\u00e4r. Das Zentrum, welches zahlreiche M\u00e4rkte, Restaurants und die Kirche San Francisco beheimatet, liegt in einer Talsohle und wird flankiert von steilen Felsw\u00e4nden, an welchen\u00a0sich tausende H\u00e4user befinden und einen unglaublichen Anblick bieten, was an eine \u00fcberproportionale Favela aus Rio de Janeiro erinnert. Insbesondere bei Einbruch der Dunkelheit, wenn die Lichter\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 14px; font-weight: 400;\">angehen und die H\u00fcgellandschaft in eine spektakul\u00e4re, ganzj\u00e4hige Weihnachtsbeleuchtung verwandelt, wird man von diesem unglaublichen Anblick in seinen Bann gezogen.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151116_165608.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1166\" src=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151116_165608.jpg\" alt=\"20151116_165608\" width=\"1500\" height=\"272\" srcset=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151116_165608.jpg 1500w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151116_165608-300x54.jpg 300w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151116_165608-1024x186.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wir verbrachten\u00a0insgesamt \u00fcber eine Woche in La Paz und nutzten diese Zeit unter Anderem dazu, unserem Spanisch bei 15 Privatlektionen noch den letzten Feinschliff zu verpassen. Trotz des Dr\u00fcckens der Schulbank bzw. des Plastikstuhls im G\u00e4rtchen des Hostels, blieb uns noch gen\u00fcgend Zeit, die Stadt zu erkunden und unsere Adrenalinproduktion etwas anzukubeln. Den besten Blick \u00fcber die Stadt erh\u00e4lt man durch die Benutzung der Gondelbahnen La Paz\u2019, welche auf bisher drei Linien verschiedene Stadtteile miteinander verbinden und teilweise eine spektakul\u00e4re Aussicht auf die Stadt bieten. Weitere sechs Linien sind geplant und sollen das Verkehrschaos in La Paz etwas entlasten. Die entsprechenden Informationen zu den verschiedenen Vierteln, M\u00e4rkten und Sehensw\u00fcrdigkeiten der Stadt holten wir uns bei der Teilnahme an der Red Cap Free City Walking Tour.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es mag sein, dass man bei l\u00e4ngeren Reisen etwas an Verstand einb\u00fcsst, was immerhin den doch eher speziellen Kleiderstil gewisser Rucksacktouristen begr\u00fcnden\u00a0w\u00fcrde. Es k\u00f6nnte allerdings auch erkl\u00e4ren, wie man auf die Idee kommt, sich mit dem Gesicht nach unten gerichtet aus dem 17ten Stock eines Hochhauses abseilen zu lassen. Urban Rush nennt sich dieser Spass und verspricht den ultimativen Adrenalinkick, was &#8211; soviel sei vorweggenommen &#8211; nicht zuviel versprochen ist. In einem ersten Schritt kann man vom schlechten Kleiderstil Gebrauch machen und sich eines der diversen Superhelden-Kost\u00fcme (von Superman bis Speck und Hot Dog ist alles vorhanden) st\u00fcrzen. <a href=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/12244342_915526515162933_2312526722402888102_o.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1167 alignleft\" src=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/12244342_915526515162933_2312526722402888102_o-300x225.jpg\" alt=\"12244342_915526515162933_2312526722402888102_o\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/12244342_915526515162933_2312526722402888102_o-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/12244342_915526515162933_2312526722402888102_o-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/12244342_915526515162933_2312526722402888102_o.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Anschliessend wird man mit Trocken\u00fcbungen auf das Abseilen vorbereitet, bevor man sich dann an das ge\u00f6ffnete Fenster stellt und sein Leben ein paar schlecht bezahlten Studenten und zwei Sicherungsseilen anvertraut. Zu sp\u00e4t um einen R\u00fcckzieher zu machen! Man bringt sich also in horizontale Lage und macht die ersten paar Schritte, welche sp\u00e4ter durch kleinere oder gr\u00f6ssere Spr\u00fcnge abgel\u00f6st werden. Wenn man dann etwa die Mitte des Geb\u00e4udes erreicht hat und sich langsam etwas sicher bei der Sache f\u00fchlt, kommt das erschreckende Kommando von unten: Seil loslassen! Alles Kopfsch\u00fctteln an dieser Stelle n\u00fctzt nichts, man macht wie einem gesagt wird und h\u00e4ngt einfach hilflos im Seil, etwa 20 Meter \u00fcber dem Boden. Jedoch nicht f\u00fcr lange, denn pl\u00f6tzlich wird auch oben das Seil losgelassen und man befindet sich im freien Fall und weiss nicht, ob man diesen Moment\u00a0hassen oder lieben soll! Nur kurze Zeit sp\u00e4ter &#8211; und gl\u00fccklicherweise doch noch etwas abgebremst &#8211; erreicht man dann den sicheren Boden. Geschafft!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Als ob wir das Schicksal mit dieser Abseilaktion nicht schon zur Gen\u00fcge herausgefordert h\u00e4tten, entschieden wir uns auch noch daf\u00fcr, die sagenumwobene Death Road mit dem Bike zu bew\u00e4ltigen. Die Yungas-Strasse gilt aufgrund der schmalen Spur, des schlechten Belags, den engen Kurven und vorallem wegen der steilen Abh\u00e4nge entlang der Route als die gef\u00e4hrlichste Strasse der Welt und kostete schon zahlreiche Menschenleben. Nichts wie da runter also! \u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Nach einer ca. einst\u00fcndigen Busfahrt auf 4\u2019700 Meter \u00fcber Meer und dem Einnehmen der vielleicht letzten Mahlzeit unseres Lebens bezogen wir unsere Bikes und die Schutzkleidung, welche eher f\u00fcr Motocrossfahrer denn f\u00fcr Biker konzipiert ist. Wir erhielten die ersten Instruktionen von unseren Guides und baten die G\u00f6ttin Pachamama um ihren Schutz, indem wir sie mit 96 prozentigem Schnaps gn\u00e4dig stimmten. Da Pachamama wohl nicht gerne alleine trinkt, blieb auch uns ein Schluck dieses Zaubertranks nicht erspart. Mit Pachamama auf unserer Seite konnte nichts mehr schief gehen und wir bestiegen unsere Bikes f\u00fcr den ersten Teil der Strecke, welcher noch nicht zur Death Road geh\u00f6rt. Auf einer asphaltierten Strasse, inmitten eindr\u00fccklicher Bergspitzen, ging es im schnellstm\u00f6glichen Tempo rund 10 Kilometer bergab. Sicher unten angekommen wurden die Bikes wieder verladen und man machte sich im Bus auf zum Start der Death Road. Als die Kl\u00e4nge von \u201cHighway to hell\u201d aus den Boxen dr\u00f6hnten, wussten wir, dass wir bei unserem Startplatz angekommen sind. Passenderweise hat sich der blaue Himmel zwischenzeitlich in eine d\u00fcstere Ansammlung von Wolken verwandelt und bot so die ideale Atmosph\u00e4re f\u00fcr die Fahrt auf der Todesstrasse. Wir erhielten neue Instruktionen und nahmen zur Kenntnis, dass man beim Runterfahren stets die linke Seite zu nutzen hat, welche direkt am Abgrund liegt, beruhigend! Zuerst im eher gem\u00e4ssigten Tempo absolvierten wir die ersten von total rund 55 Kilometer und gew\u00f6hnten uns an die neue Unterlage aus Kies und Steinen. <a href=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/P1230383.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1168 alignleft\" src=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/P1230383-300x225.jpg\" alt=\"P1230383\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/P1230383-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/P1230383-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/P1230383.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Entlang von teilweise mehreren hundert Meter hohen Abh\u00e4ngen steigerten wir stetig das Tempo und versuchten uns auf dem Bike und vorallem auf der Strasse zu halten. Dass man sich immer sicherer auf dem Gef\u00e4hrt f\u00fchlte, hatte nicht nur positive Auswirkungen. Ein etwas zu motivierter Teilnehmer unserer Zehnergruppe h\u00e4tte seinen aggressiven Fahrstil beinahe mit dem\u00a0Leben bezahlt. Als er eine etwas langsamere Teilnehmerin \u00fcberholen wollte, \u00fcbersah er eine steile Kurve und konnte nicht mehr bremsen und st\u00fcrzte \u00fcber den Rand der Strasse. Pachamama sei Dank ging es an dieser Stelle erst nach rund zwei Metern in die Tiefe, so dass er noch rechtzeitig zum Stillstand kam. An einer anderen Stelle h\u00e4tte dieses Man\u00f6ver wohl einen weit dramatischeren Ausgang genommen und die Death Road w\u00e4re um ein Holzkreuz reicher gewesen. Diese Aktion f\u00fchrte uns die Gefahr der Strecke nochmals n\u00e4her vor Augen und mahnte uns zur Vorsicht. Wir liessen uns den Spass an der Abfahrt jedoch nicht nehmen und genossen den tollen Ride und die teils spektakul\u00e4re Aussicht in vollen Z\u00fcgen. Nach einer Fahrtzeit von fast vier Stunden und \u00fcberwundenen 3\u2019500 H\u00f6henmetern kamen wir schliesslich lebend am Ende der Strecke an. Auf Anraten unseres Guides wurde diese Tatsache mit Bier begossen, bevor wir die rund dreist\u00fcndige R\u00fcckfahrt nach La Paz in Angriff nahmen &#8211; gl\u00fccklicherweise im Bus.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Den Schlusspunkt in La Paz setzten wir mit dem Besuch des \u201cSuperclasico\u201d, dem Spiel zwischen den beiden Stadtrivalen \u201cThe Strongest\u201d und \u201cBolivar\u201d. Unsere Versuche, bereits in den Tagen vor dem Spiel an Tickets zu kommen, trugen leider keine Fr\u00fcchte. Gl\u00fccklicherweise stellte sich dieses Unterfangen am Spieltag als relativ einfach heraus, weshalb wir sogar noch gen\u00fcgend Zeit fanden, uns ein paar Bierchen als Matchvorbereitung zu g\u00f6nnen. Die Stimmung vor dem Stadion entsprach grunds\u00e4tzlich nicht dem, was wir bei einem S\u00fcdamerikanischen Derby erwartet h\u00e4tten. S\u00e4mtliche St\u00e4nde mit Fanartikeln f\u00fchrten Artikel beider Teams, gemeinsam eintreffende Gruppen von Fans waren schwarz-gelb und hellblau gemischt und auch die Polizei machte nicht den Eindruck, als ob hier mit kriegs\u00e4hnlichen Zust\u00e4nden zu rechnen w\u00e4re. <\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151122_170058.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1169\" src=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151122_170058.jpg\" alt=\"20151122_170058\" width=\"1500\" height=\"371\" srcset=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151122_170058.jpg 1500w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151122_170058-300x74.jpg 300w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/20151122_170058-1024x253.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Austragungsort des Debys war das Estadio Hernando Siles, ein schmuckes Stadion, welches 42\u2019000 Fans Platz bietet und Heimst\u00e4tte beider Teams ist. Diese Tatsache ist wohl auch der Grund, weshalb man bei diesem Spiel nicht ausmachen konnte, welches Team bei diesem Spiel\u00a0Heimvorteil geniesst. Beide Kurven waren gut gef\u00fcllt, die etwas bessere Stimmung kam aus der Kurve der Tiger, wie die Fans von \u201cthe Strongest\u201d ihr Team nennen. Die Stimmung war \u00fcber das ganze Spiel hinweg sehr ausgelassen und friedlich, von einer eingeschlagenen Scheibe im VIP-Bereich mal abgesehen. Das Niveau des Spiels war &#8211; vielleicht der d\u00fcnnen Luft in La Paz geschuldet, vermutlich jedoch eher den bescheidenen technischen und taktischen F\u00e4higkeiten beider Teams &#8211; eher tief und bot immer wieder Grund zum Lachen oder zum Kopfsch\u00fctteln. Nichtsdestotrotz war das Derby bis zur letzten Minute spannend und wurde erst kurz vor Schluss durch einen Penaltytreffer zum 2:3 f\u00fcr Bolivar entschieden, dies nach zwei fair aufgeteilten Platzverweisen und einem verschossenen Penalty der Tiger. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Nachdem wir entt\u00e4uschenderweise keinen neuen Superstar f\u00fcr den FCL finden konnten, brechen wir morgen auf zum Titicacasee. <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zugegeben, unsere Vorbereitung auf eine neue Stadt war auch schon aufw\u00e4ndiger als vor der\u00a0Reise nach Potosi, so waren wir dann doch etwas \u00fcberrascht, dass uns beim Erklimmen der steilen Strassen der Stadt\u00a0etwas die Luft wegblieb. 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