{"id":1654,"date":"2016-01-07T18:06:59","date_gmt":"2016-01-07T17:06:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/?p=1654"},"modified":"2016-01-07T18:06:59","modified_gmt":"2016-01-07T17:06:59","slug":"von-hohen-und-tiefen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/2016\/01\/07\/von-hohen-und-tiefen\/","title":{"rendered":"Von H\u00f6hen und Tiefen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das Leben beinhaltet H\u00f6hen und Tiefen &#8211; das gilt auch f\u00fcr unsere Reise. Nachdem wir im ersten Drittel unz\u00e4hlige Highlights erleben durften und uns auch aus geografischer Sicht \u00fcber eine geraume Zeit hinweg in ungew\u00f6hnten H\u00f6hnen befanden, war es an der Zeit, auch mal die Tiefen kennenzulernen. <\/span> <span style=\"font-weight: 400;\">Nach unseren Weihnachtsferien in der N\u00e4he von Santa Marta machten wir uns auf in Richtung Taganga, einem kleinen Fischerdorf, rund 45 Minuten entfernt von unserer letzten Station. Die Ortschaft hat sich in den letzten Jahren zu einer Hochburg des Tauchens in Kolumbien entwickelt und in dieser Zeit wohl auch einen grossen Teil ihres Charmes verloren, beherbergt Taganga doch mehr Touristen als es eigentlich Platz bieten w\u00fcrde. Bei einer von einem Deutschen gef\u00fchrten Tauchschule besuchten wir einen dreit\u00e4gigen Kurs um das Taucherbrevet zu erhalten. Nachdem wir uns das theoretische Grundknowhow durch ein nichtendenwollendes Videostudium angeeignet und dem Tauchlehrer vorgezeigt hatten, dass wir uns 10 Minuten \u00fcber Wasser halten k\u00f6nnen, wurden wir mit den Tauchutensilien ausger\u00fcstet. Unsere Gruppe bestand nebest uns beiden und unserem Tauchlehrer Jorge noch aus Rob, einem kanadischen Backpacker wie aus dem Bilderbuch. Die ersten Atemz\u00fcge unter Wasser fanden noch in einem Pool statt, in welchem wir das kleine Einmaleins des Tauchsports erlernten, doch schon am zweiten Tag stachen wir in See und durften das Gelernte bei zwei Tauchg\u00e4ngen vor der K\u00fcste des Tayrona Nationalparks anwenden. Unter Wasser er\u00f6ffnete sich uns eine v\u00f6llig neue Welt voller Tiere und Pflanzen in den verschiedensten Farben und Formen, erg\u00e4nzt durch das befreiende Gef\u00fchl der Schwerelosigkeit. Ein v\u00f6llig neues Erlebnis f\u00fcr uns beide, welches wir so bald wie m\u00f6glich wiederholen wollten. <\/span> <span style=\"font-weight: 400;\">Bevor wir am dritten Tag erneut abtauchen durften, mussten wir unser theoretisches Wissen &#8211; an den beiden Abenden zuvor wurde fleissig geb\u00fcffelt &#8211; in einem Test unter Beweis stellen. Erst im Anschluss ging es per Schnellboot aufs Meer hinaus, wo zwei weitere Tauchg\u00e4nge folgen sollten. Nach dem ersten Abtauchen durften wir unserem Tauchlehrer nochmals gewisse Unterwasser\u00fcbungen pr\u00e4sentieren, welche wir mit Bravour meisterten. Beim vierten und gleichzeitig letzten Tauchgang ging es nur um den Spass an der Sache, Tauchen ohne Pflicht\u00fcbungen stand auf dem Programm. Auch wenn die Sicht an diesem Tag nicht mehr so klar war wie am Vortag, war die Vorfreude auf diesen Teil des Kurses riesig, doch schon bald stellten wir fest, dass es auch beim Tauchen H\u00f6hen und Tiefen gibt. Probleme beim Druckausgleich, starke Str\u00f6mungen, die eingeschr\u00e4nkte Sicht und ein vermisster Tauchpartner (O-Ton Tauchlehrer: I have no idea where Rob is&#8230;) f\u00fchrten dazu, dass wir diesen Tauchgang vorzeitig beenden mussten. Hatten wir bei den ersten Tauchg\u00e4ngen noch das Gef\u00fchl, dass die Zeit unter Wasser wie im Flug vergeht, so schien sie beim Auftauchen unter diesen Bedingungen still zu stehen. Gl\u00fccklicherweise wurden wir an der Wasseroberfl\u00e4che schon nach kurzer Zeit von einem Fischerboot eingesammelt, in welchem sich auch Rob befand und welches uns gem\u00e4chlich zum Boot unserer Tauchschule brachte. Dieses Erlebnis werden wir bestimmt nicht so schnell vergessen, doch wir sind uns einig, dass wir uns davon nicht abschrecken lassen und weitere Tauchg\u00e4nge folgen werden &#8211; wenn auch bei etwas gem\u00fctlicheren Bedingungen.<\/span> <span style=\"font-weight: 400;\">Nach dem erfolg- und ereignisreichen Erwerb des Taucherbrevets wollten wir nach Cartagena reisen und dort den Jahreswechsel feiern. Die Suche nach einer Unterkunft \u00fcber die Festtage liess jedoch den Verdacht aufkommen, Kaiser Augustus h\u00e4tte zu einer Volksz\u00e4hlung aufgerufen. Eine bezahlbare Unterkunft zu finden entpuppte sich so kurzfristig als Ding der Unm\u00f6glichkeit, weshalb wir uns entschieden, Silvester in der Industriestadt Barranquilla zu feiern. Die Stadt hat zwar nichts zu bieten, aber da dort sehr sch\u00f6ne Hotels f\u00fcr wenig Geld verf\u00fcgbar waren, die Stadt zwischen Taganga und Cartagena liegt, wir uns aus dem Jahreswechsel nicht all zu viel machen und uns ein Hotel mit Pool und Restaurant gem\u00fctlicher vorkam als ein Stall mit Ochse und Esel, entschieden wir uns f\u00fcr diesen Zwischenhalt. Als wir dann im Internet eine Unterkunft in der N\u00e4he von Cartagena gefunden hatten, machten wir uns auf den Weg in diese Stadt. Beim Eintreffen im gebuchten Hotel stellte sich jedoch heraus, dass sich dieses derzeit im Umbau befindet und leider kein Zimmer f\u00fcr uns bereitstand. Nach einer spannenden Diskussion konnten wir die Hotelbesitzer dann immerhin davon \u00fcberzeugen, uns eine andere Unterkunft zu organisieren, welche wir zumindest so lange bewohnten, bis wir ein etwas zentraler gelegenes Zimmer fanden. <\/span> <span style=\"font-weight: 400;\">Dass halb Kolumbien \u00fcber die Weihnachtszeit nach Cartagena aufbricht ist durchaus nachvollziehbar. Die komplett ummauerte Stadtzentrum mit ihrer Kathedrale und weiteren wundersch\u00f6nen Bauten geh\u00f6rt sicherlich zu den sch\u00f6nsten St\u00e4dten, welche wir auf unserer Reise bisher gesehen haben. Zudem sind die Kolumbianer an der K\u00fcste nochmals etwas offener und lebensfroher als im Landesinnern &#8211; und das will was heissen. So kann es durchaus vorkommen, dass man sich in einer kleinen Kneipe ein Fussballspiel anschaut und sich ein paar Bierchen g\u00f6nnt und dabei ins Gespr\u00e4ch mit einem Einheimischen kommt, der sich f\u00fcr das selbe Nachmittagsprogramm entschieden hat. Ein bisschen in Verlegenheit ger\u00e4t man dann, wenn dieser kurz vor dem Verlassen der Kneipe noch kurzerhand mitteilt, dass die bereits getrunkenen Hopfens\u00e4fte von ihm \u00fcbernommen wurden &#8211; welcome to colombia. Gl\u00fccklicherweise konnten wir ihn zumindest \u00fcberzeugen, seinen Arbeitsbeginn etwas nach hinten zu verschieben, damit wir uns immerhin halbwegs revanchieren konnten.<\/span> <span style=\"font-weight: 400;\">Die Zeit in Cartagena verbrachten wir in erster Linie mit dem Schlendern durch die Strassen der pr\u00e4chtigen Altstadt und dem Planen der n\u00e4chsten Etappen unserer Reise. Denn nach etwas mehr als drei Monaten in S\u00fcdamerika setzen wir die Segel nun in Richtung Zentralamerika, wobei wir noch nicht so genau wissen, was uns dort erwarten wird.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Leben beinhaltet H\u00f6hen und Tiefen &#8211; das gilt auch f\u00fcr unsere Reise. Nachdem wir im ersten Drittel unz\u00e4hlige Highlights erleben durften und uns auch aus geografischer Sicht \u00fcber eine geraume Zeit hinweg in ungew\u00f6hnten H\u00f6hnen befanden, war es an&hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[24,4],"tags":[],"class_list":["post-1654","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kolumbien-reiseberichte","category-reiseberichte"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1654","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1654"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1654\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1748,"href":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1654\/revisions\/1748"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1654"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1654"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1654"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}