{"id":2344,"date":"2016-03-07T08:20:52","date_gmt":"2016-03-07T07:20:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/?p=2344"},"modified":"2016-03-07T08:20:52","modified_gmt":"2016-03-07T07:20:52","slug":"westen-der-usa","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/2016\/03\/07\/westen-der-usa\/","title":{"rendered":"Westen der USA"},"content":{"rendered":"<p>Entgegen der Empfehlung von Scott McKenzie gingen wir ganz ohne Blumen in den Haaren nach San Francisco, vielleicht waren die Bettwanzen, mit denen wir in der ersten Nacht unsere Unterkunft teilten, die gerechte Strafe f\u00fcr diese Unterlassung. Doch auch juckende Haut konnte uns nicht daran hindern, uns auf Anhieb wohl zu f\u00fchlen in dieser Stadt, deren Puls ein bisschen langsamer zu schlagen scheint als jener von anderen Grossst\u00e4dten. Nach einem Kennenlernspaziergang durch den Union Square, China Town und Little Italy bis hin zum Hafen der Stadt, bot sich uns spontan die Gelegenheit, mit dem Schiff nach Alcatraz zu fahren und das wohl ber\u00fchmteste Gef\u00e4ngnis der USA zu besichtigen. Nicht nur die von einem Audio-Guide begleitete Tour, sondern auch der Ausblick vom Schiff auf die Skyline von San Francisco und die Golden Gate Bridge konnten uns begeistern. Auch das Wetter meinte es gut mit uns. Ist San Francisco sonst bekannt f\u00fcr Nebel und Regen, zeigte sich die Stadt w\u00e4hrend unseres gesamten Aufenthalts von ihrer sonnigen Seite. Wir nutzten das pr\u00e4chtige Wetter am n\u00e4chsten Tag, um die Stadt vom oberen Stock eines Hop-on Hop-off Busses zu besichtigen und liessen es uns an unserem letzten Tag nicht nehmen, die Golden Gate Bridge auf dem Fahrrad zu \u00fcberqueren. Nach etwas mehr als vier Monaten in teilweise sehr armen L\u00e4ndern ohne jeglichen Luxus war San Francisco eine willkommene Abwechslung zu dem bisher Gesehenen. Doch auch wenn die Stadt an der Pazifikk\u00fcste einen unglaublichen Charme verspr\u00fcht, so hat auch sie ihre Schattenseiten. Gerade in der Gegend um unser Hotel bekamen wir mehr Obdachlose und bettelnde Menschen zu Gesicht, als uns in den \u00e4rmsten L\u00e4ndern in S\u00fcdamerika begegnet sind.<br \/>\nEtwas weniger charmant, daf\u00fcr umso glamour\u00f6ser war unser n\u00e4chstes Reiseziel: Vegas Baby! Unser Reisebudget konnten wir am Roulettetisch zwar nicht wie geplant in atmosph\u00e4rische H\u00f6hen treiben, um das Trinkgeld f\u00fcr das Servierpersonal in den Casinos zu finanzieren d\u00fcrften die mageren Gewinne jedoch gereicht haben. Dass wir die Stadt doch mit etwas weniger Geld im Portemonnaie verliessen, daf\u00fcr sorgten die grandiosen Restaurants und die genialen Shows (Blue Men Group \/ Michael Jackson by Cirque de soleille) in den noch grandioseren und genialeren Hotelanlagen. Dass die Stadt der S\u00fcnde inmitten einer W\u00fcste liegt, macht Las Vegas noch etwas spektakul\u00e4rer und da diese W\u00fcstenregion einige Natursch\u00f6nheiten einschliesst, entschieden wir uns, f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Tage ein Auto zu mieten und einige dieser eindr\u00fccklichen Landschaften zu besuchen.<br \/>\nUnsere erste Station war sogleich auch das Highlight unserer kleinen Rundreise. Der Grand Canyon ist rund 450 km lang und zwischen 6 und 30 km breit. Steht man jedoch vor diesem unglaublichen Naturwunder, scheint es, als ob er kein Ende n\u00e4hme. Die bis zu 1&#8217;800 Meter tiefen Schluchten, welche \u00fcber Millionen von Jahren von den Kr\u00e4ften der Natur gebildet wurden, zeigen die verschiedenen Schichtenabfolgen unseres Planeten und lassen den Besucher vor Erfurcht erstarren.<br \/>\nNicht mit seiner Gr\u00f6sse, sondern mit Farben und Formen eroberte der Antelope Canyon unsere Herzen. Auf Grund seiner spektakul\u00e4ren Erscheinung gilt der von uns besuchte Upper Antelope Canyon als einer der am meisten fotografierten Pl\u00e4tze auf diesem Planeten. Auch wir liessen es uns nicht nehmen, das ein oder andere Foto zu schiessen. (Offiziell) aus Sicherheitsgr\u00fcnden ist der Antelope Canyon nur mit einer gef\u00fchrten Tour zu besuchen. Leider ist diese Tour zeitlich stark begr\u00e4nzt, weshalb wir f\u00f6rmlich durch den rund 400 Meter langen Canyon hetzen mussten und fast zuwenig Zeit blieb, die spektakul\u00e4ren Erscheinung in w\u00fcrdiger Form zu geniessen.<br \/>\nDen Abschluss unserer Tour bildete der Bryce Canyon mit seinen farbigen Felspyramiden im S\u00fcdwesten Utahs. Auch die Ansicht dieses Naturschauplatzes ist absolut spektakul\u00e4r, jedoch war es in diesem Nationalpark auch ausserordentlich kalt und wir nicht mit sehr warmen Kleidern ausger\u00fcstet, weshalb wir uns schon fr\u00fch entschieden, wieder in w\u00e4rmere Gefilde aufzubrechen.<br \/>\nZur\u00fcck in Las Vegas entschieden wir uns diesmal f\u00fcr den \u00e4lteren Teil der Stadt, etwas entfernt vom bekannten Strip. In diesem Teil der Stadt scheint die Zeit in den Achtzigern stehen geblieben zu sein. Werbetafeln, Casinos und Beleuchtungen mit teilweise noch klassischen Gl\u00fchbirnen verspr\u00fchen einen Charme, welcher nur von der etwas zu neumodische LED-Bedachung ged\u00e4mpft wird. Ein w\u00fcrdiger Abschluss unseres Abstechers in eine glamour\u00f6se Welt, bevor wir uns wieder in etwas andere Welten begeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entgegen der Empfehlung von Scott McKenzie gingen wir ganz ohne Blumen in den Haaren nach San Francisco, vielleicht waren die Bettwanzen, mit denen wir in der ersten Nacht unsere Unterkunft teilten, die gerechte Strafe f\u00fcr diese Unterlassung. 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