{"id":2587,"date":"2016-04-10T11:57:06","date_gmt":"2016-04-10T09:57:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/?p=2587"},"modified":"2016-04-10T11:57:29","modified_gmt":"2016-04-10T09:57:29","slug":"indonesien","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/2016\/04\/10\/indonesien\/","title":{"rendered":"Indonesien"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400;\">Als einziges asiatisches Land war Indonesien auf unserer Reiseroute fix eingeplant, weit weniger klar war jedoch, welche der zahlreichen Inseln zwischen Sumatra und Neuguinea wir schlussendlich besuchen wollten. Bei der Entscheidungsfindung durch die Routen der Fluggesellschaften unterst\u00fctzt, entschieden wir uns f\u00fcr Bali als erste Destination unseres Indonesien-Aufenthalts. W\u00e4hrend Bali in der Schweiz den Ruf einer Traumferiendestination geniesst, eilt der Insel in anderen Breitengraden auch der Ruf als Ballermann der Australier voraus. Diesbez\u00fcglich wurde uns dringend von Kuta als Aufenthaltsort abgeraten, weshalb wir uns in Seminyak niederliessen. Das kleine St\u00e4dtchen n\u00f6rdlich der Partyhochburg erwies sich jedoch trotz sch\u00f6nem Hotel ebenfalls nicht als wirklicher Gl\u00fccksgriff, war die Ortschaft schlicht zu hektisch und zu schmutzig, um sich wirklich wohl zu f\u00fchlen &#8211; was auch durch Massagen zu Schn\u00e4ppchenpreisen nicht kompensiert werden konnte. Nach nur zwei Tagen in Seminyak reisten wir weiter nach Ubud, wo es bereits etwas gem\u00fctlicher zu und her ging. Bekannt ist Ubud insbesondere f\u00fcr den heiligen Affenwald, welchem wir auch einen kurzen Besuch abstatteten. Der kleine Wald wird von mehreren hundert Affen bewohnt, welche allesamt kleptomanisch veranlagt zu sein scheinen. Weder Brillen, noch Kameras oder Handies sind vor den kleinen Biestern sicher. In teils hinterlistiger, teil aggressiver Manier holen sich die Affen die Besitzt\u00fcmer der Touristen und tauschen sie anschliessend gegen Bananen oder anderes Futter wieder zur\u00fcck, selbstverst\u00e4ndlich jedoch nur, wenn sie sich die Bananen nicht schon zuvor irgendwie geschnappt haben. <a href=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien20.jpg\" rel=\"attachment wp-att-2588\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2588 alignleft\" src=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien20-300x169.jpg\" alt=\"indonesien20\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien20-300x169.jpg 300w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien20-768x432.jpg 768w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien20-1024x575.jpg 1024w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien20.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Im gr\u00f6sstenteils muslimischen Indonesien stellt Bali mit seiner hinduistischen Bev\u00f6lkerungsmehrheit eine Ausnahme dar, was uns die Gelegenheit bot, einen traditionellen Tempel in der Umgebung Ubuds zu besichtigen und uns mit dem heiligen Wasser zu reinigen. Da wir uns \u00fcber die Wirkung dieses Rituals nicht ganz im Klaren waren, beliessen wir es jedoch bei einigen Spritzern und \u00fcberliessen das Becken den Einheimischen und verbrachten unsere Zeit mit der Erkundschaftung der pr\u00e4chtigen Tempelanlage. Nach weiterer Erkundung der Region um Ubud inklusive einer Kaffeplantage, in welcher der legend\u00e4re \u201cKatzenkaffee\u201d Kopi Luwak produziert wird, hiess es f\u00fcr uns Abschiednehmen von Bali. Auf dem Seeweg ging es weiter nach Gili Air, einer der drei \u00f6stlich von Bali gelegenen Gili Inseln. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Nach dem hektischen, von Autos und Rollern \u00fcberfluteten Bali bot sich Gili Air als Oase der Ruhe an. Auf der kleinen Insel, welche sich zu Fuss in rund zwei Stunden umrunden l\u00e4sst, existieren keine motorisierte Fahrzeuge; Pferde und Kutschen sind nebst Fahrr\u00e4dern das einzige Verkehrsmittel. Wir f\u00fchlten uns auf der gem\u00fctlichen Insel sofort sehr wohl und erkundschafteten schon bald schnorchelnd das Meer und machten es uns an den Strandbars gem\u00fctlich. Leider spielte die Gesundheit schon bald nicht mehr wie gew\u00fcnscht mit und so entwickelte sich das restliche Programm von uns beiden doch sehr unterschiedlich. W\u00e4hrend Steffi sich bei drei Tauchg\u00e4ngen auf die Suche nach Schildkr\u00f6ten und Nemo machte, versuchte Michi w\u00e4hrend sechs Tagen im Hotelbett neue Rekordwerte bei der K\u00f6rpertemperatur zu erreichen und unterst\u00fctze tatkr\u00e4ftig die lokale Pharmabranche. <\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien35a.jpg\" rel=\"attachment wp-att-2589\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2589\" src=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien35a.jpg\" alt=\"indonesien35a\" width=\"1500\" height=\"294\" srcset=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien35a.jpg 1500w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien35a-300x59.jpg 300w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien35a-768x151.jpg 768w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien35a-1024x201.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Mit gemischten Eindr\u00fccken von Gili Air ging es f\u00fcr uns anschliessend weiter nach Sumatra. Schon nach kurzer Zeit auf dem Weg vom Flughafen nach Bukit Lawang mussten wir mitansehen, dass auf dieser Insel wohl andere Regeln gelten als noch in Gili Air oder Bali. Auf offener Strasse wurde ein Mann von rund zwanzig anderen Personen auf brutale Art und Weise &#8211; teilweise unter dem Einsatz von Steinen &#8211; zusammengeschlagen, w\u00e4hrend der anwesende Polizist daf\u00fcr besorgt war, dass der Verkehr fl\u00fcssig um die \u201cSchl\u00e4gerei\u201d geleitet wurde. Unser Fahrer war der englischen Sprache leider nicht m\u00e4chtig, weshalb er uns nicht mitteilen konnte, was der Grund f\u00fcr diese Art der Rechtssprechung war, sp\u00e4ter mutmasste unserer Dschungelf\u00fchrer, dass es sich dabei wohl um einen auf frischer Tat ertappten Dieb handelte oder dass sich das Opfer dieser Gewaltorgie wohl einfach am falschen Ort aufhielt. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">In Bukit Lawang angekommen entschieden wir uns, die vorg\u00e4ngig gebuchte Dschungeltour trotz der immer noch nicht ganz ausgestandenen Krankheit anzutreten und auf die light Version zu verzichten. So brachen wir am n\u00e4chsten Tag auf in den Gunung Leuser Nationalpark, welcher als einer von nur noch zwei Orten wilde Orang-Utans beheimatet. Schon nach einer kurzen Wanderung trafen wir auf die ersten beiden orangen Waldbewohner, bei welchen es sich um halb wilde Tiere handelt, also um Orang-Utans, welche vor einiger Zeit ausgewildert wurden und an Menschen gewohnt sind, bzw. um deren Nachkommen. Die wilden Orang-Utans leben tiefer im Dschungel und sind f\u00fcr Touristen kaum zu sehen. Bei der Dame, auf welche wir trafen, handelt es sich um die wohl bekannteste Urwald-Bewohnerin \u201cMina\u201d, welche als speziell aggressiv gilt. Entsprechend hiess es f\u00fcr uns Abstand halten, w\u00e4hrend die Tourguides versuchten, Mina mit Fr\u00fcchten zu bes\u00e4nftigen &#8211; der Dschungel ist halt kein Streichelzoo. <a href=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien45.jpg\" rel=\"attachment wp-att-2590\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2590 alignleft\" src=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien45-300x225.jpg\" alt=\"indonesien45\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien45-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien45-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien45-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien45.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Unsere Wanderung durch den Urwald dauerte rund acht Stunden und liess zumindest den nicht fitten Teil unserer Gruppe arg ins Schwitzen kommen, doch die Anstrengungen wurden durch weitere Begegnungen mit Orang-Utans und anderen Affen belohnt, wobei uns insbesondere die m\u00e4nnlichen Orang-Utans beeindruckten. Noch kurz vor dem Regeneinbruch erreichten wir unser Nachtquartier, einer kleinen Baracke Mitten im Dschungel, direkt am Ufer eines Flusses. Bevor wir uns auf den nicht sonderlich bequemen Matten von den Strapazen des Tages erholen und zumindest versuchen konnten, ein wenig Schlaf zu finden, wurden wir mit erstaunlich gutem Essen verw\u00f6hnt und liessen den Abend bei einigen Spielen ausklingen. Am n\u00e4chsten Morgen ging es nach einem kurzen Ausflug zu einem Wasserfall zur\u00fcck nach Bukit Lawang, wobei die R\u00fcckreise auf deutlich weniger anstrengende Art und Weise erfolgte. Ein paar Gummireifen wurden zusammengebunden und dienten fortan als Boot f\u00fcr unsere Gruppe, so dass wir gem\u00fctlich in Richtung Unterkunft zur\u00fcck fahren konnten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Nebst Orang-Utans leben auf Sumatra noch weitere bedrohte Tierarten wie beispielsweise der Sumatra-Tiger, das Sumatra-Nashorn und die Sumatra-Elefanten, welchen man in freier Natur besser aus dem Weg geht. Eine Aufzucht in der N\u00e4he Bukit Lawangs erm\u00f6glicht es jedoch, einige halb wilde Elefanten zu Gesicht zu bekommen. So starteten wir am n\u00e4chsten Tag zu einem kleinen Familienausflug mit dem \u201cDorfpolizisten\u201d, seiner Frau und dem Grosskind der beiden. In Sachen Strassenverh\u00e4ltnisse sind wir uns seit Reisebeginn schon einiges gewohnt, die Strecke zur Elefanten-Aufzucht sollte allerdings alles bisherige toppen. \u00dcber zwei Stunden hinweg kannte unser Mitleid f\u00fcr das arg strapazierte Auto keine Grenzen. Am Ziel angekommen, wurde ein kleines Dschungel-BBQ veranstaltet, an welchem ein zuvor erst gerade entfedertes H\u00e4hnchen unter hygienisch durchaus fragw\u00fcrdigen Bedingungen zubereitet wurde &#8211; geschmeckt hat\u2019s trotzdem.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien73.jpg\" rel=\"attachment wp-att-2591\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2591\" src=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien73-300x225.jpg\" alt=\"DCIM100GOPROGOPR0763.\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien73-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien73-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien73-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/indonesien73.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der eigentliche Hauptevent des Tages &#8211; das Waschen der Elefanten im Fluss, in welchen vorher auch unser H\u00e4hnchen gereinigt wurde &#8211; war dann eher ein entt\u00e4uschendes Unterfangen, welches doch sehr an einen Zoobesuch erinnerte. Trotzdem war der Ausflug in dieser sehr famili\u00e4ren Atmosph\u00e4re ein tolles Erlebnis und ein lustiger Abschluss unseres Aufenthalts in Indonesien, bei welchem wir insbesondere den Trip nach Sumatra in bester Erinnerung behalten werden.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als einziges asiatisches Land war Indonesien auf unserer Reiseroute fix eingeplant, weit weniger klar war jedoch, welche der zahlreichen Inseln zwischen Sumatra und Neuguinea wir schlussendlich besuchen wollten. 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