{"id":491,"date":"2015-10-19T18:06:10","date_gmt":"2015-10-19T16:06:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/?p=491"},"modified":"2015-10-19T21:52:41","modified_gmt":"2015-10-19T19:52:41","slug":"iguazu-wasserfalle","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/2015\/10\/19\/iguazu-wasserfalle\/","title":{"rendered":"Iguaz\u00fa-Wasserf\u00e4lle"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400;\">Monstr\u00f6s? Gigantisch? Fulminant? Wir wissen wirklich nicht, wie man die Wasserf\u00e4lle von Iguaz\u00fa beschreiben soll, um ihnen gerecht zu werden, vermutlich ist das auch gar nicht m\u00f6glich. Doch alles der Reihe nach\u2026<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Am Mittwochabend bezogen wir in Blumenau unser Schlafgemach auf R\u00e4dern und machten uns im Nachtbus auf den Weg nach Foz do Igua\u00e7u. Diese Art der Fortbewegung dr\u00e4ngt sich in S\u00fcdamerika geradezu auf, kann man doch die Reisestrapazen elegant auf die Nacht verschieben, muss keinen Tag opfern und spart sich zugleich auch noch das Hotel. Unser Bus war sehr modern und die gew\u00e4hlten Pl\u00e4tze erinnerten an die Business-Class von Langstreckenfl\u00fcgen. An die wacklige Fahrt im Liegen muss man sich jedoch zuerst gew\u00f6hnen, doch in einem Land, in welchem schwimmende Flieger besungen werden, ist es wohl auch nicht abwegig, auf asphaltierten Strassen seekrank zu werden. Nach einiger Zeit gew\u00f6hnten wir uns jedoch an das Schaukelnde Gef\u00e4hrt und fanden doch etwas Schlaf. Am n\u00e4chsten Morgen trafen wir dann an unserem Ziel am Dreil\u00e4ndereck von Brasilien, Argentinien und Paraguay ein, wo sich die Wasserf\u00e4lle von Iguaz\u00fa befinden. Sowohl Brasilien wie auch Argentinien bieten je einen Nationalpark, von wo aus dieses Naturwunder betrachtet werden kann. Am ersten Tag besuchten wir die F\u00e4lle auf der Brasilianischen Seite, bevor wir uns mittels Bus auf die andere Seite wagten. Der Grenz\u00fcbertritt w\u00e4re grunds\u00e4tzlich eine einfache Sache, welche ziemlich unb\u00fcrokratisch abgewickelt wird. An der Brasilianischen Grenze steigt man aus dem Bus aus, holt sich seinen Austrittsstempel und wartet auf den n\u00e4chsten Bus, welcher im Viertelstundentakt fahren sollte, und begibt sich zur Argentinischen Eintrittsstelle, wo die Busse auf die Fahrg\u00e4ste warten, bis die Formalit\u00e4ten erledigt sind. Dass man es hier in S\u00fcdamerika mit der Zeit nicht so genau nimmt, ist und durchaus bewusst, nach \u00fcber einer Stunde des Wartens auf den n\u00e4chsten Bus wurden wir dann jedoch trotzdem etwas unsicher, ob wir an der richtigen Stelle warten w\u00fcrden. Nach ein paar weiteren Minuten wurden wir dann jedoch erl\u00f6st und wir konnten die Fahrt im n\u00e4chsten Bus fortsetzen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Da wir bereits bei unserem Island-Urlaub vor etwas mehr als zwei Jahren einige atemberaubende Wasserf\u00e4lle hatten bestaunen d\u00fcrfen, waren wir gespannt, ob uns diejenigen von Iguaz\u00fa \u00fcberhaupt noch \u00fcberw\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Und so erh\u00f6hte sich beim ersten Blick auf die Wasserf\u00e4lle zwar unser Pulsschlag ein wenig und unserer Lippen formten sich zu einem freudigen Lachen, doch das ganz grosse Wow-Erlebnis blieb aus &#8211; noch! Denn mit dem ersten Blick auf die Wasserf\u00e4lle zeigt sich noch lange nicht deren gesamtes Ausmass und mit jedem Schritt, den man auf dem Pfad des Nationalparks macht, er\u00f6ffneten sich uns neue Perspektiven auf die ganze Breite der Iguaz\u00fa-F\u00e4lle, welche man von der Brasilianischen Seite her aus einer gewissen Distanz betrachten kann und so einen guten \u00dcberblick \u00fcber die schiere Gr\u00f6sse des Spektakels erh\u00e4lt. Am Ende des Pfades trifft man auf den H\u00f6hepunkt der Brasilianischen Seite, die sogenannte Teufelsschlund, wo man f\u00fcr einmal richtig Nahe an die F\u00e4lle herangef\u00fchrt wird und die pure Kraft an eigenen K\u00f6rper sp\u00fcren kann, wo man an der wildesten Stelle trotz einer Distanz von gesch\u00e4tzten 20 Metern v\u00f6llig durchn\u00e4sst wird und wo die optische Wahrnehmung noch durch ohrenbet\u00e4ubenden L\u00e4rm des aufprallenden Wassers verst\u00e4rkt wird. Das Zentrum der Macht blieb an diesem Tag jedoch noch hinter dem dampfartigen Vorhang des aufprallenden Wassers verborgen und sollte sich uns erst am n\u00e4chsten Tag pr\u00e4sentieren.<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-492\" src=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/20151016_124338.jpg\" alt=\"20151016_124338\" width=\"1000\" height=\"262\" srcset=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/20151016_124338.jpg 1000w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/20151016_124338-300x79.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Auf der Argentinischen Seite geht man ganz aus der N\u00e4he auf Tuchf\u00fchlung mit den spektakul\u00e4ren Wasserf\u00e4llen. Zwei verschiedene Wege f\u00fchren durch den ersten Teil des Nationalparks. Auf dem &#171;Lower Trail&#187; erkundet man die Wasserf\u00e4lle wie der Name bereits vermutel l\u00e4sst von unten, was sie noch m\u00e4chtiger erscheinen l\u00e4sst als wenn man sie auf dem &#171;Upper Trail&#187; aus der H\u00f6he der Klippe, wo sich das Wasser in die Tiefe st\u00fcrzt, betrachtet. Die Wege f\u00fchren immer wieder durch einen endlosscheinenden Wald, in welcher sich eine farbige Tierwelt pr\u00e4sentiert. Am auff\u00e4lligsten &#8211; und aufdringlichsten &#8211; sind die Argentinischen Nasenb\u00e4ren, die einem an jeder Ecke erwarten und keine Scheu vor den Menschen kennen. Dies mussten wir am eigenen Leib erfahren, als sich einer dieser Nasenb\u00e4ren nach einem hastigen Sprung auf unseren Tisch entschied, das Mittagessen ungefragt mit uns zu teilen. Innert Sekundenbruchteilen sprang das Tier hoch, schnappte sich den Papiersack mit unserem Essen und war sogleich wieder in sicherer Entfernung. M\u00f6ge ihn der Jaguar holen, den wir &#8211; abh\u00e4ngig vom Ausgang einer solchen Begnung &#8211; leider oder gl\u00fccklicherweise nicht zu Gesicht bekommen haben, sich aber auch in diesen W\u00e4ldern aufh\u00e4lt. Nebst einer Vielzahl von farbenfrohen V\u00f6geln, Insekten, Schlangen und deren beinigen Verwandten, fielen vorallem die Schmetterlinge auf, die an gewissen Stellen in einer derartigen Anzahl auftauchen, dass man meinen k\u00f6nnte, ein paar Frischverliebte h\u00e4tten sich \u00fcbergeben. <a href=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/DSCN2836.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-493 alignleft\" src=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/DSCN2836-300x225.jpg\" alt=\"DSCN2836\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/DSCN2836-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/DSCN2836.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Doch nicht nur die Sommerv\u00f6gel sorgten f\u00fcr ein farbiges Gesamtbild. Wo Wasser und Sonne aufeinandertreffen, entstehen Regenb\u00f6gen und die gibt es im Nationalpark von Iguaz\u00fa bei praktisch jedem der zahlreichen Wasserf\u00e4lle. Sollte das Ger\u00fccht, dass sich am Ende eines jeden Regenbogens ein prall gef\u00fcllter Schatz befindet, stimmen, w\u00fcrde das auch die Inflation in Argentinien erkl\u00e4ren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Doch zur\u00fcck zu den Wasserf\u00e4llen; Nebst den beiden obenerw\u00e4hnten Trails f\u00fchrt auch noch eine kleine Eisenbahnlinie durch den Nationalpark, welche in der N\u00e4he der vom Vortag bekannten Teufelsschlund endet. Ein kurzer Fussmarsch f\u00fchrt dann zum eigentlichen Highlight des Parks. Was sich von der Brasilianischen Seite noch hinter einer weissen Dampfwand verborgen hatte, zeigte sich nun im vollen Ausmass: Garganta del Diablo! Die ungest\u00fcme Kraft dieses Wasserfalls l\u00e4sst sich nicht in Worten beschreiben, die ihnen nur ansatzweise gerecht w\u00fcrden und kann weder auf Fotos noch auf Videos in ihrer vollen Kraft festgehalten werden. Die Natur zeigt an diesem Platz ihre brachiale Gewalt und l\u00e4sst den Besucher f\u00fcr Minuten in Ehrfurcht erstarren! \u00a0Unmengen von Wasser, die nur wenige Meter zuvor noch brachliegen zu scheinen, st\u00fcrzen sich pl\u00f6tzlich rasant in die Tiefe und verwandeln sich in einem mystischen Ort, den man f\u00fcr den Rest seines Lebens nicht mehr vergessen wird. <\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/20151017_144954.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-494\" src=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/20151017_144954.jpg\" alt=\"20151017_144954\" width=\"1000\" height=\"320\" srcset=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/20151017_144954.jpg 1000w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/20151017_144954-300x96.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monstr\u00f6s? 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