{"id":643,"date":"2015-10-29T20:58:54","date_gmt":"2015-10-29T19:58:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/?p=643"},"modified":"2015-10-29T20:58:54","modified_gmt":"2015-10-29T19:58:54","slug":"mendoza-salta","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/2015\/10\/29\/mendoza-salta\/","title":{"rendered":"Mendoza &#038; Salta"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es entbehrt nicht jeglicher Ironie, dass Mendoza just auf den selben Plakatw\u00e4nden f\u00fcr die eigene Stadt wirbt, auf der auch Big Macs in \u00dcbergr\u00f6sse angepriesen werden. Ein herrliches Bergpanorama im Hintergrund erg\u00e4nzt die farbigen Weinreben, in welchen wohl gerade die Basis f\u00fcr ein paar gute Flaschen Malbec gelegt wird, alles \u00fcberdacht vom wolkenlos blauen Himmel und durch w\u00e4rmenden Sonnenschein ins rechte Licht ger\u00fcckt. Doch leider entsprach dieses Bild bei unserer Ankunft etwa im gleichen Ausmass der Realit\u00e4t, wie der abgebildete Big Mac mit dem Burger \u00fcbereinstimmt, der jeweils \u00fcber die Theke gereicht wird. Mendoza pr\u00e4sentierte sich im grauen Kleid, bei einer Temperatur von rund 10\u00b0C &#8211; die Bergketten ausserhalb der Stadt konnte man nicht ansatzweise erkennen. Wir sind mit dem Vorhaben in den Westen Argentiniens gereist, das bekannte Weinanbaugebiet bei Wanderungen und Biketouren zu erforschen, suchten allerdings relativ schnell nach einem Alternativprogramm. Am Freitagabend wurde uns diese Suche leicht gemacht; im Zentrum der Stadt fand ein zweit\u00e4giges Weinfest statt, an welchem diverse Produzenten ihren Wein pr\u00e4sentierten. <a href=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/20151023_201818.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-644 alignleft\" src=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/20151023_201818-300x225.jpg\" alt=\"20151023_201818\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/20151023_201818-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/20151023_201818.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Man kaufte sich ein Weinglas f\u00fcr rund f\u00fcnf Franken, welches zur Degustation an den verschiedenen St\u00e4nden berechtigte. Die teils sehr bek\u00f6mmlichen Weine entsch\u00e4digten f\u00fcr das triste Wetter und von den Weinproduzenten konnte man noch etwas \u00fcber die verschiedenen Weinsorten der Region in Erfahrung bringen. Auch wenn der Malbec in Mendoza klar dominiert, gibt es durchaus noch andere Sorten, zu welchen die Weinproduzenten jeweils noch einen spezielleren Bezug zu haben scheinen, da sie sich so etwas von der Masse abheben k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Am Samstag entschieden wir uns daf\u00fcr, eine vom Hostel angebotene Tour zu buchen, welche uns per Minibus zu drei verschiedenen Weinproduzenten und einer Produktionsst\u00e4tte von Oliven\u00f6l f\u00fchrte. Die Produzenten unterschieden sich sowohl in Gr\u00f6sse als auch bei der Philosophie. W\u00e4hrend der erste Produzent auf n\u00e4chtliche Ernten setzt, verzichtet das zweite Weinunternehmen g\u00e4nzlich auf den Einsatz von Chemie. Bei der dritten Station handelte es sich um eine etwas edlere Produktionsst\u00e4tte, welche verh\u00e4ltnism\u00e4ssig nur wenige Flaschen produziert und angeblich recht erfolgreich und regelm\u00e4ssig Auszeichnungen f\u00fcr ihren Wein erh\u00e4lt. Gemeinsam hatten die drei Weinproduzenten jedoch, dass sie sich bei der Degustation nicht gerade von der grossz\u00fcgigen Seite pr\u00e4sentierten, so standen zwar jeweils einige Flaschen auf dem Tisch, mehr als zwei oder drei Gl\u00e4ser gab es jedoch bei keinem der drei zu verkosten. Wir kehrten also n\u00fcchterner als erwartet von der Tour zur\u00fcck, g\u00f6nnten uns beim Abendessen dann wenigstens eine Flasche der Spezialit\u00e4t Mendozas &#8211; irgendwie musste die Leber ja besch\u00e4ftigt werden. Weit grossz\u00fcgiger zeigte sich in dieser Angelegenheit unser Hostel, wo jeden Abend zwischen sieben und neun Uhr gratis Wein ausgeschenkt wird, was f\u00fcr durchaus unterhaltsame Stunden unter den G\u00e4sten des Hauses sorgt und auch eine Niederlage der argentinischen Rugby-Nationalmannschaft vergessen l\u00e4sst.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Nachdem das Wetter von Freitag bis Sonntag wie beschrieben nicht den Erwartungen entsprach, versprach der Wetterbericht f\u00fcr Montag und Dienstag Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 20\u00b0C Marke. Wir wollten diese erfreuliche Wendung nutzen, um in der Umgebung Mendozas an einer Wanderung teilzunehmen. Als wir mit geschn\u00fcrten Wanderschuhen auf den Bus warteten, wurde uns mitgeteilt, dass die Tour &#8211; aus welchen Gr\u00fcnden auch immer &#8211; abgesagt wurde. Wir mussten unser Programm also kurzerhand anpassen und entschieden uns, mit dem Bus nach Cacheuta zu fahren, was in den Bergen &#8211; welche bis dahin noch immer nicht sehen konnten &#8211; um Mendoza liegt. Dort g\u00f6nnten wir uns inmitten der sehr ansehnlichen Landschaft ein Bad in den heissen Quellen und beobachteten, wie sich die Wolken der Prophezeiung entsprechend langsam verzogen. Immer mehr erinnerte der gebotene Anblick dem Bild auf den Plakatw\u00e4nden in der Stadt. Zu unserem Gl\u00fcck sollte dieses Wetter bis zu unserer Abreise anhalten und wir bekamen doch noch die M\u00f6glichkeit, Mendoza von seiner sch\u00f6nen Seite kennenzulernen. Bei Sonnenschein l\u00e4dt die im Vergleich zu Buenos Aires recht \u00fcberschauliche Stadt zu Spazierg\u00e4ngen in den zahlreichen Parks ein und verspr\u00fcht einen gewissen Charme, der sich bei unserer Ankunft noch nicht abgezeichnet hatte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dennoch hiess es f\u00fcr uns schon bald wieder Rucksack passen. Unsere n\u00e4chste Station hiess Salta, im Norden Argentiniens nahe der Anden. Urspr\u00fcnglich hatten wir mit dem Gedanken gespielt, diese Strecke allenfalls mit einem Mietauto zu absolvieren, da Pl\u00e4ne jedoch dazu da sind, verworfen zu werden und damit wir etwas Zeit sparen k\u00f6nnen, welche wir mittlerweile schon wieder anders verplant haben, entschieden wir uns, diesen Weg per Flugzeug zur\u00fcckzulegen. Dieser Entscheid wurde mit einem kurzweiligen Flug \u00fcber einem flauschigen Wolkenmeer belohnt, aus welchem die Gipfel der Anden eindr\u00fccklich hervorragten und ihre Gr\u00f6sse erahnen liessen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Salta war f\u00fcr uns in erster Linie als Zwischenstation f\u00fcr die Reise nach San Pedro de Atacama vorgesehen, entpuppte sich jedoch als wundersch\u00f6nes St\u00e4dtchen, welches insbesondere die Herzen von Kirchenfetischisten h\u00f6herschlagen liesse, denn Gottesh\u00e4user sind hier ebenso zahlreich wie farbenfroh. Nach unserer Ankunft unterst\u00fctzen wir das lokale Laundrygewerbe, bevor wir uns dem Cerro San Bernardo &#8211; dem Haush\u00fcgel Saltas &#8211; widmeten. Wir entschieden uns, den Aufstieg zu Fuss anzutreten und uns den 300 H\u00f6henmetern bzw. den 1\u2019021 \u00a0Stufen der Steintreppe zu stellen, welche in Form eines Kreuzwegs zum Gipfel des H\u00fcgels f\u00fchrt. Oben angekommen wurden wir mit einem sch\u00f6nen Ausblick auf Salta belohnt, welches doch um einiges gr\u00f6sser zu schein seint, als man es erahnen w\u00fcrde. F\u00fcr den R\u00fcckweg bedienten wir uns der Gondelbahn, welche schon beim Aufstieg eine durchaus bequeme Alternative gewesen w\u00e4re. Die restliche Zeit erkundschafteten wir das schmucke St\u00e4dtchen, stellten die Pingpong-Hierarchie klar und konkretisierten unsere Pl\u00e4ne f\u00fcr den Aaufenthalt in San Pedro de Atacama.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/20151028_124830.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-645\" src=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/20151028_124830.jpg\" alt=\"20151028_124830\" width=\"1000\" height=\"170\" srcset=\"http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/20151028_124830.jpg 1000w, http:\/\/www.on-tour.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/20151028_124830-300x51.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\"> \u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es entbehrt nicht jeglicher Ironie, dass Mendoza just auf den selben Plakatw\u00e4nden f\u00fcr die eigene Stadt wirbt, auf der auch Big Macs in \u00dcbergr\u00f6sse angepriesen werden. 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